SG-Ready Wärmepumpe
Ihr SOLIO gibt Ihrer Wärmepumpe ein Signal, sobald genug Solarstrom übrig ist. Die Wärmepumpe heizt dann etwas stärker vor und speichert die Wärme im Haus oder im Speicher. Später braucht sie dafür weniger Strom aus dem Netz.
Das Wichtigste in Kürze
- „SG-Ready“ (Smart Grid Ready) ist ein Standard, über den Wärmepumpen von außen ein Signal bekommen können. Ihr SOLIO nutzt dafür vier Betriebszustände.
- Im Automatikbetrieb wählt Ihr SOLIO den Betriebszustand selbst, je nach Solarüberschuss, Netzbezug und Ladezustand Ihres Speichers.
- Sie können auch einen festen Betriebszustand wählen oder mit dem Zeitplan festlegen, wann welcher Zustand gilt.
- In der Historie sehen Sie, wann welcher Betriebszustand aktiv war.
Die vier Betriebszustände
| Betriebszustand | Anzeige im Status | Was die Wärmepumpe macht |
|---|---|---|
| Sperre | Sperre | Die Wärmepumpe begrenzt ihre Leistungsaufnahme, je nach ihrer Einstellung auf 0 kW oder 4,2 kW. |
| Normalbetrieb | Normal | Die Wärmepumpe arbeitet ganz normal nach Bedarf. |
| Einschaltempfehlung | Empfehlung | Die Wärmepumpe erhöht ihre Leistung und nutzt den verfügbaren Strom verstärkt für Wärme, zum Beispiel durch eine höhere Solltemperatur. |
| Einschaltbefehl | Befehl | Die Wärmepumpe heizt auf höchster Stufe und speichert so viel Wärme wie möglich. |
Wie stark Ihre Wärmepumpe auf die einzelnen Zustände reagiert, legen Sie oder Ihr Installateur an der Wärmepumpe selbst fest. Das ist von Hersteller zu Hersteller verschieden.
So sieht es aus
Ihre Wärmepumpe finden Sie im Menü unter Cockpit → Verbrauch, mit dem Namen, den Ihr Installateur vergeben hat. Mit dem Herz-Symbol legen Sie sie in Ihre Favoriten.

- Status: der Betriebszustand, den Ihr SOLIO gerade an die Wärmepumpe meldet.
- Modus: Automatisch, Manuell (fester Betriebszustand) oder Zeitplan, wenn gerade ein Eintrag aus dem Zeitplan gilt.
- Heizleistung: erscheint zusätzlich, wenn Ihre Wärmepumpe über einen eigenen Zähler gemessen wird.
Unter der Wärmepumpe finden Sie im Menü die Punkte Historie, Zeitplan, Grundmodus und Einstellungen.
Den Grundmodus wählen
Der Grundmodus gilt immer dann, wenn gerade kein Eintrag aus dem Zeitplan aktiv ist. Für die meisten Haushalte ist Automatisch die beste Wahl.

Klicken Sie im Menü unter Ihrer Wärmepumpe auf Grundmodus.
Wählen Sie Automatisch oder einen festen Betriebszustand: Einschaltbefehl, Einschaltempfehlung, Normalbetrieb oder Sperre.
Klicken Sie auf den runden Knopf mit dem Haken, der unten erscheint.
Fehlen bei Ihnen die Punkte Zeitplan und Grundmodus, läuft auf Ihrem SOLIO noch eine ältere Version. Dann wählen Sie unter Einstellungen zwischen Manuell (mit einem festen Betriebsstatus) und Automatisch.
Die Automatik einstellen
Unter Einstellungen legen Sie fest, ab wann Ihr SOLIO im Automatikbetrieb welchen Zustand wählt. Jeden Zustand schalten Sie mit dem Schalter rechts ein oder aus. Ist keine Bedingung erfüllt, läuft die Wärmepumpe im Normalbetrieb.

| Einstellung | Bedeutung |
|---|---|
| Einschaltempfehlung – „Ab Überschusseinspeisung von“ | Fließt mehr als dieser Wert ins Netz, gibt Ihr SOLIO die Einschaltempfehlung. |
| Einschaltbefehl – „Ab Überschusseinspeisung von“ | Fließt mehr als dieser Wert ins Netz, gibt Ihr SOLIO den Einschaltbefehl … |
| Einschaltbefehl – „und ab Ladezustand von“ | … aber nur, wenn Ihr Speicher mindestens so weit geladen ist. |
| Sperre – „Ab Netzbezug von“ | Beziehen Sie mehr als diesen Wert aus dem Netz, sperrt Ihr SOLIO die Wärmepumpe … |
| Sperre – „und ab Ladezustand von“ | … aber nur, solange Ihr Speicher unter diesem Ladezustand liegt. |
| Mindestumschaltzeit | So viele Sekunden wartet Ihr SOLIO nach einem Wechsel mindestens, bevor er den Zustand erneut ändert. Das verhindert ständiges Hin- und Herschalten. |
Klicken Sie im Menü unter Ihrer Wärmepumpe auf Einstellungen.
Schalten Sie die gewünschten Zustände ein und tragen Sie die Werte ein. Den Ladezustand stellen Sie mit dem Schieberegler ein.
Klicken Sie auf den runden Knopf mit dem Haken, der unten erscheint.
Stellen Sie die Überschussschwelle mindestens so hoch ein wie die Leistung Ihrer Wärmepumpe. Liegt sie darunter, kann die Wärmepumpe immer wieder zwischen zwei Zuständen wechseln. Für den Einschaltbefehl wählen Sie am besten einen höheren Wert als für die Einschaltempfehlung.
Ist bei Ihnen ein Außentemperatursensor eingebunden, sehen Sie zusätzlich Externer Temperatursensor mit je einer Mindesttemperatur für Vormittag und Nachmittag. Die Automatik berücksichtigt dann auch die Außentemperatur. Welche Werte für Ihr Haus passen, besprechen Sie am besten mit Ihrem Installateur.
Mit dem Zeitplan steuern
Mit dem Zeitplan legen Sie fest, dass zu bestimmten Zeiten ein anderer Modus gilt als der Grundmodus. Ein Beispiel: Jeden Tag von 12:00 bis 14:00 Uhr Einschaltempfehlung, damit die Wärmepumpe mittags gezielt Warmwasser bereitet.
Klicken Sie im Menü unter Ihrer Wärmepumpe auf Zeitplan und dann auf Hinzufügen.
Wählen Sie unter Modus, was in diesem Zeitraum gelten soll: Automatisch oder einen festen Betriebszustand.
Wählen Sie Täglich, Wöchentlich (mit Wochentagen) oder Monatlich und tragen Sie Start und Ende ein. Uhrzeiten sind in Viertelstunden möglich.
Klicken Sie auf Übernehmen. Solange der Eintrag gilt, zeigt die Wärmepumpe beim Modus „Zeitplan“.
Der Verlauf
Unter Historie sehen Sie, welcher Betriebszustand wann aktiv war. Die Zahlen im Diagramm stehen für die Zustände: 1 Sperre, 2 Normalbetrieb, 3 Einschaltempfehlung, 4 Einschaltbefehl.

Was Sie brauchen
Die Wärmepumpe schließt Ihr Installateur an und aktiviert im App Center die App „SG-Ready“ Wärmepumpe.
- eine Wärmepumpe mit SG-Ready-Zertifizierung
- ein SOLIO Relaisboard mit zwei freien Relaiskontakten (Zubehör, nicht im Lieferumfang)
- optional einen Zähler für die Wärmepumpe, damit Sie auch ihre Heizleistung sehen
Die Hersteller setzen die SG-Ready-Eingänge unterschiedlich um. Ihr Installateur verdrahtet die Relais deshalb passend zu Ihrem Modell.
Häufige Fragen
Meine Warmwasser-Wärmepumpe hat nur einen Kontakt. Funktioniert das trotzdem? Ja. Mit einem Kontakt lassen sich zwei Zustände schalten. Ihr Installateur richtet dann zum Beispiel Normalbetrieb und Einschaltempfehlung ein, oder Normalbetrieb und Einschaltbefehl. Für die Wärmepumpe ist beides gleich: Bei Überschuss bekommt sie das Signal und hebt zum Beispiel die Warmwassertemperatur an. Der Unterschied liegt nur in der Automatik: Beim Einschaltbefehl können Sie zusätzlich einen Mindest-Ladezustand Ihres Speichers festlegen.
Warum reagiert die Wärmepumpe nicht sofort? Ihr SOLIO wartet nach jedem Wechsel die Mindestumschaltzeit ab. Viele Wärmepumpen bleiben außerdem nach einem Signal eine Mindestzeit im neuen Zustand. Das schont den Verdichter.
Wird meine Wärmepumpe beim Einschaltbefehl zwangsweise eingeschaltet? Der Einschaltbefehl ist ein verbindliches Startsignal. Die Wärmepumpe setzt es aber im Rahmen der Einstellungen um, die an ihr selbst hinterlegt sind.